Affenhaus/Krokodile

Der Besucher des Vivariums findet im Affenhaus neben den Totenkopf- und Zwergseidenäffchen, auch Lemuren, Weißkehlmeerkatzen und Stumpfkrokodile.

Onkel Nielsson & Co

Das Totenkopfäffchen (Saimiris sciureus) ist wohl jedem Kind als "Herr Nilsson" aus Pipi Langstrumpf bekannt. Den Namen erhielt das Totenkopfäffchen von seiner auffälligen schwarz-weißen Gesichtsfärbung. Im Gegensatz zu anderen Affenarten ist sein Schwanz nicht greiffähig und kann lediglich zum Balancieren in den Baumkronen dienen.
Die tagaktiven Affen trifft man im Regenwald Südamerikas immer in der Nähe von Flüssen oder Seen an, wo sie in den Dichten Baumkronen bis in die Wipfel hinauf nach Nahrung suchen. Gruppen der Totenkopfäffchen können aus bis zu 100 Tieren bestehen.

Weißkehlmeerkatzen (Cercopithecus mitis albogularis) lassen sich leicht anhand ihrer ausgeprägten weißen Kehle erkennen. Die Tiere leben ursprünglich in den Baumkronen der Urwälder Ostafrikas. Die Tiere kommen selten auf den Regenwaldboden herunter. Ihr langer Schwanz hilft ihnen bei weiten Sprüngen von Baum zu Baum immer Balance zu halten und sicher zu landen. Die Weibchen sind meist wesentlich kleiner als die Männchen. Zu ihrer Nahrung zählen Obst, Blüten, Blätter, Sprosse, gelegentlich auch Insekten und kleinere Wirbeltiere.

Foto: Joachim S. Müller

Die kleinsten Affen der Welt

Zwergseidenäffchen (Cebuella pygmaea) leben in den Regenwäldern Südamerikas entlang des Amazonas, aber auch in anderen Gebieten von Ecuador, Brasilien und Kolumbien. Mit einer Körperlänge von 16cm und einer Schwanzlänge von 20cm handelt es sich bei den Zwergseidenäffchen um die kleinste Affenart der Erde.
Mit den Krallen an ihren Fingern gelangen sie an ihre Hauptnahrung, denn Zwergseidenäffchen ernähren sich hauptsächlich von Pflanzensaft. Nur gelegentlich stehen auch Früchte und Insekten auf dem Speisezettel.
Sie leben in Gruppen von 5 bis 20 Tieren. Nur das ranghöchste Weibchen pflanzt sich fort, der Rest der Gruppe (Männchen und Weibchen) beteiligt sich aber an der Aufzucht der Jungtiere, die nach einer Tragzeit von etwa 140 Tagen zur Welt kommen. Nach etwa zwei Jahren erreichen die Jungtiere ihre Geschlechtsreife. Das Foto zeigt den jüngsten Nachwuchs vom 03. Oktober 2007.
Foto: Joachim S. Müller


Die nur 1,5m großen Stumpf- oder Zwergkrokodile (Osteolaemus tetraspis) sind nachtaktiv und gehen besonders spät und vorsichtig auf Nahrungssuche, denn sie selbst gehören zum Nahrungsspektrum der großen Nilkrokodile. Stumpfkrokodile selbst ernähren sich von kleineren Fischen, Amphibien und Weichtieren.

Wussten Sie, dass Totenkopfaffen im Englischen "squirrel monkey" genannt werden? Das bedeutet "Eichhörnchen-Affe" und klingt viel putziger als unser deutsches Wort für diese Tierart. Die Tiere können mit ihrem langen Schwanz so gut balancieren und sich auf dünnen Ästen in den Baumkronen bewegen, dass sie ihren englischen Namen wirklich verdient haben.
Impressum: Fabian Koch 2006-2010 - Hoppestraße 7 - 13409 Berlin - fp.koch(at)gmail.com