Eulen
Gleich hinter dem Eingang zu Darmstadts Tiergarten befinden sich zu Ihrer Linken die Eulenvolieren für Waldkäutze (Strix aluco, Bild oben) und Schleiereulen (Tyto alba).
Der Ruf des Waldkautzes ist uns sicherlich aus zahlreichen Gruselfilmen bekannt, da er dort für die notwendige Stimmung sorgt. Die Männchen lassen schon früh im Jahr ihre Revierrufe ertönen, um ihr Brut- und Jagdrevier zu verteidigen und Weibchen anzulocken. Der Waldkautz gilt im Volksglauben als Totenvogel. Dafür sorgt die anmutige Gestalt der Tiere sowie der Ruf der Weibchen. Dieses "kiu-witt" wurde in früheren Zeiten von Menschen als "komm mit" und als Aufforderung den Friedhof zu betreten gedeutet.

In den Waldvolieren des Vivariums leben europäische Uhus und Schnee-Eulen.
Die Schnee-Eule (Nyctea scandiaca, unten links) ist mit 55-65cm fast so groß wie der Uhu und somit eine der größten Eulenarten. Während die Männchen und Weibchen bei den meisten Eulenarten gleich aussehen, unterscheidet sich das Schnee-Eulenweibchen durch ihr schwarz gesprenkeltes Federkleid von ihrem schneeweißen Gatten.
Schnee-Eulen leben in der arktischen, baumlosen Tundra Europas, Amerikas und Asiens. Im Eis und Schnee dieser Gebiete wirkt das weiße Federkleid als Tarnkanzug, was sie zum einen vor Feinden schützt und ihr einen Vorteil bei der Beutejagd verschafft. Das Gefieder der Schnee-Eulen ist zugleich das längste und dichteste aller Eulenarten.


Ebenfalls im Vivarium lebt ein Uhu-Pärchen (Bubo bubo, oben rechts). Der Uhu ist die größte Eulenart der Welt und stark bedroht. Er ist das Wappentier des Vivariums.