Geier

Unweit des Eingangs befindet sich die große Freiflugvoliere der Mönchs- und Schmutzgeier.

Der Schmutzgeier (Neophron percnopterus) wiegt nur zwei Kilogramm und wir 60 Zentimeter lang. Damit gehört er zu den kleinsten Altweltgeiern. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Bereiche Afrikas sowie Vorder- und Südasiens. Schmutzgeier sind Zugvögel die oft über 4000 Kilometer weit fliegen um Kälte zu entgehen oder um Nahrung zu finden. Sie leben meist in trockenen Gegenden wo sie Aas und Abfall fressen. Aber sie machen auch gezielt jagt auf Flamingo- und Pelikanküken. Um Eier zu knacken benutzt der Schmutzgeier Steine, die er dann auf das Ei fallen lässt, bis es kaputt ist.

Europäisches Erhaltungszuchtprogramm

Mit dieser und weiteren Tierarten beteiligt sich das Vivarium Darmstadt am EEP (Europäisches Erhaltungszucht Programm). Ihren Namen verdanken die Mönchsgeier (Neophron percnopterus) der Tatsache, dass sie ihr Federkleid im Alter von 6 Jahren von einem dunklen Jugend- auf ein helles Alterskleid mit Halskrause umstellen. Ein Paar bewohnt die großzügige Freiflugvoliere des Darmstädter Tiergartens. Bis 1921 lebten auch in Deutschland Mönchsgeier. Heute beschränkt sich ihr Brutgebiet auf Vorderasien, sowie Spanien und den Balkan. Die Tiere leben in trockenem Bergland und ausgedehnten, bewaldeten Tälern. Wie alle Geier sind es Aasfresser, was sich an ihrem kahlen Kopf und dem spitzen Schnabel erkennen lässt. Mönchsgeier jagen aber nicht selten auch selbst. Zu ihren Beutetieren zählen mittelgoße Säugetiere, Schildkröten und Eidechsen.

Wussten Sie, dass es die Tierfamilie der Geier eigentlich gar nicht gibt? Die Tiere, die wir umgangssprchlich als Geier bezeichnen gehören in Wirklichkeit zu drei nur fern miteinander verwandten Vogelfamilien. Die Gestalt des Aasfressers mit kahlem Kopf hat sich in allen Familien unabhängig voneinander entwickelt.
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