Afrikanische Savanne
Die Afrika-Anlage im Vivarium, Darmstadts Oase, bewohnen Zebras, aasfressende Marabus und - als Publikumslieblinge - die Stachelschweine und in einem benachbarten Warmhaus die Wüstenfüche.
Das Grant- oder Böhmzebra (Equus quagga boehmi) hat eine weiss bis gelb/gelbraune Grundfarbe, mit tiefschwarzem Streifenmuster und dichten Querstreifen an den Beinen. Es lebt in den offenen Grassteppen Ost-u.Südafrikas, in Familienvebänden von 15-20 Tieren. Zumeist wird nach einer Tagzeit von 12 Monaten ein Jungtier geboren, welches nach kurzer Zeit steht und der Mutter folgen kann. Altersrekord in einem Zoo beträgt 40 Jahre.
Das Weißschwanzstachelschwein (Hystrix leucura) gehört wie alle anderen Stachelschweinarten keines Falls in die Ordnung der Schweine, sondern ordnen sich bei den Nagetieren ein. Sie sind meist dämmerungsaktiv und verbringen die meiste Zeit des Tages in selbstgegrabenen Erdbauten. Zu ihrer Nahrung zählen neben Früchten und Melonen auch Wurzeln, Mais und Baumrinde.
Es ist ein Gerücht, dass die Tiere ihre Stacheln "abschießen" könnten. Jedoch sitzen die meisten Stacheln locker in der Haut und werden bei einer heftigen Bewegung ziellos herausgeschleudert. Das hier gezeigte Weißschwanzstachelschwein ist von Teilen der arabischen Halbinsel bis nach Indien zu finden. Die Tiere können bis zu 90cm groß und 25kg schwer werden. Nach einer Tragzeit von ca. 100 Tagen werden meist zwei Jungtiere geboren.
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Der Wüstenfuchs (Vulpes zerda) oder Fennek ist die kleinste Fuchsart. Er ist leicht an seinen unverhältnismäßig großen Ohrmuscheln und seinem Sandfarbenen Fell zu erkennen. Die meiste Zeit des Tages verschläft er, da es in der Afrikanischen Wüste tagsüber glühend heiß ist, in seinem Bau. In der Nacht macht er Jagd auf Nagetieren, Vögeln, Insekten und Eidechsen. Wüstenfüchse leben in sozialen Familienverbänden. Im Frühling werden nach einer 50tägigen Tragzeit 2-5 Junge geboren.
Im Vivarium, Darmstadts Tiergarten, bewohnen mehrere Tiere eine großzügige Anlage mit Innen- und Außengehege.
Die stelzbeinigen Rosa-Flamingos (Phoenicopterus ruber roseus), haben sich auf die Aufnahme kleinster Lebewesen, Blau- und Kieselalgen spezialisiert. Diese Nahrung wird von dem umgebildeten Schnabel aufgenommen, dessen beweglicher Unterschnabel bei gesengtem Kopf ins Wasser taucht, während der Oberschnabel ihm wie ein Deckel aufliegt. Um das Wasser möglichst nährstoff-reich zu machen, wühlen die Flamingos durch schnelles Trippeln den Schlamm vom Grunde her auf. Die Tiere saugen dann durch die Lamellen des Schnabels das Schlammwasser ein, das sie mit der dicken Zunge wieder durch die Lamellen nach außen pressen, in denen die Mikroorganismen dann hängen bleiben.


