Südamerikanische Tiere

Im Im Winter 2007 erreichte das Vivarium ein neues Tapirweibchen. Gemeinsam mit dem Tapir traf eine Gruppe Wasserschweine in Darmstadt ein. Seit 2009 hat das Tapirweibchen Tessa nun auch einen neuen Artgenossen namens Pablo an ihrer Seite. Die Anlage wurde mittlerweile auf das ehemalige Bison- bzw. Mähnenschafgehege ausgeweitet und wird langfristig weiter umstrukturiert.

Flachlandtapire (Tapirus terrestris) leben in Regenwäldern, Savannen und Sümpfen. Ihre Rüsselnase wird beim Pflücken von Blättern und Früchten benutzt. Manchmal nehmen Tapire auch tierische Nahrung auf. Ihre dicke Haut bietet Schutz, wenn sie durch dichten Pflanzenwuchs dringen. Die Jungen sind im ersten Lebensjahr gestreift.

Foto: Joachim S. Müller

1,30m lang und einen Zentner schwer werden die Wasserschweine (Hydrochoerus hydrochoerus), auch Capybara genannt. Sie sehen fast so aus, wie zu groß geratene Meerschweinchen. Sie sind ebenfalls Gruppentiere und mähen gerne den Rasen, aber auch im Wasser können sie schwimmen und bis zu 10 Minuten tauchen. An Land werden sie vom Jaguar im Wasser von Krokodilen oder Alligatoren gejagt.

Die Pampa im Wald

Auf einer großzügigen Anlage inmitten des Waldes leben zwei weitere südamerikanische Tierarten in einer Lebensgemeinschaft. Dabei erhalten die Südamerikanischen Guanakos und Nandus Gesellschaft vom afrikanischen Ziegenbock Andy, der aus Gründen der Geburtenkontrolle nicht im Streichelzoo gehalten wird.

Der Nandu (Rhea americana) wiegt rund einen Zentner, sein Ei über ein Pfund. Dieser laufende Riese unter den Vögeln kann wie der Strauß nicht mehr fliegen, erreicht aber eine Laufgeschwindigkeit von über 50 km/h. Seine Flügel sind zurückgebildet, sie dienen nicht zum Fliegen, finden jedoch bei der Balz oder beim Verjagen ungeliebter Nesträuber ihren Einsatz. Sein Federkleid ist lang, locker und haarartig.

Das Guanako (Lama guanicoe) ist jene wilde Neuwelt-Kamelart, von der die Haustierformen, das Lama und das Alpaka, abstammen. Die Tiere können bis zu 125cm groß werden und sind in Peru, Chile und Argentinien in Busch- und Waldgebieten beheimatet. Als gute Kletterer leben sie in Höhen von bis zu 4.000m. Ihre Lebenserwartung beträgt 28 Jahre.

Dort wo früher einmal Luchse und Wildkatzen hausten und sich zuletzt die Quarantäne-Station für Enten und Gänse befand, findet der Besucher heute ein neues Domizil für Nasenbären (Nasua nasua). Durch einen Wassergraben getrennt können die südamerikanischen Kleinbären mit freier Sicht beobachtet werden. Die Nasenbärenfamilie im Vivarium hatte bereits kurz nach ihrer Ankunft Nachwuchs. Besonders für Kinder sind die Kletterkünstler mit Freude anzusehen.

Wussten Sie, dass das südamerikanische Amazonasgebiet das artenreichste Gebiet der Erde ist? Im Regenwald des Amazonasbeckens leben über 1,3 Millionen bekannte Tier- und Pflanzenarten. Man geht davon aus dass einige Millionen mehr Arten noch unbekannt sind.
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